Verantwortung begreifen.
Machtmissbrauchsichtbar machen.
Berichten Sie über Machtmissbrauch an deutschen Hochschulen. Ihre Meldung wird strukturiert, sicher und anonym erfasst.
Melden können alle, die in der Wissenschaft tätig sind oder waren — von Studierenden bis zu Professor*innen.
Die Meldungsübersicht hat das Ziel, Machtmissbrauch an Hochschulen als strukturelles Problem sichtbar zu machen. Damit soll Druck auf die Hochschulen und die jeweiligen Landesregierungen aufgebaut werden, um Maßnahmen zum Schutz gegen Machtmissbrauch zu entwickeln.
Bitte vor dem Melden lesen
Diese Seite ist keine offizielle Meldestelle. Sie ist kein Ersatz für die Beschwerde-, Ombuds- und Beratungsstellen Ihrer Hochschule. Ihre Meldung wird nicht an Ihre Hochschule oder an eine andere Institution weitergegeben. Es wird kein Verfahren eingeleitet, kein Fall geprüft, keine Person kontaktiert.
Was diese Seite kann: sichtbar machen, wie verbreitet Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem ist und wie groß der Unterstützungsbedarf. Sie sammelt Erfahrungen, die sonst unsichtbar bleiben.
Was diese Seite nicht kann: Ihnen in einem konkreten Konflikt helfen, Sie rechtlich beraten, Sie schützen oder Konsequenzen für eine beschuldigte Person herbeiführen.
Wenn Sie akut Unterstützung brauchen, wenden Sie sich an die Ombudsstelle, den Personalrat oder die Gleichstellungsbeauftragte Ihrer Hochschule oder an eine externe Beratungsstelle. Eine Übersicht unabhängiger Anlaufstellen finden Sie auf der Seite „Hilfe und Unterstützung".
Kontext
Art und Ort des Vorfalls
Wenn Sie sowohl selbst Machtmissbrauch erlebt als auch beobachtet haben, senden Sie bitte zwei getrennte Meldungen.
Zwischenmenschliches Fehlverhalten im Arbeitskontext
Wissenschaftliches Fehlverhalten
Machtmissbrauch im Studium
Studentische Beschäftigte nutzen bei der Meldung von Fehlverhalten bitte die Formen unter zwischenmenschliches Fehlverhalten im Arbeitskontext.
Sonstiges
Unsicher, welche Form zutrifft? Eine ausführlichere Beschreibung der Formen finden Sie weiter unten.
Ihre Meldung ist anonym.
Sie wird ohne Namen, E-Mail-Adresse und IP-Adresse gespeichert. Das Formular enthält keine Freitextfelder — Sie wählen ausschließlich aus vorgegebenen Kategorien.
Ihre Hochschule wird nicht abgefragt. Außer der Form des Machtmissbrauchs und der Angabe, ob Sie ihn selbst erlebt oder beobachtet haben, sind alle Angaben freiwillig. Aus den gespeicherten Meldedaten ist keine Rückverfolgung zu Ihrer Person oder Hochschule möglich.
Tipp: Am besten melden Sie von einem privaten Gerät aus — so, wie Sie auch andere private Dinge nicht am Dienstrechner erledigen würden.
Wer hier bewusst Falsches meldet, um die Zahlen zu diskreditieren, zeigt vor allem, wie unbequem das Thema ist. Falschmeldungen schaden nicht mir — sie schaden den Menschen, die hier vielleicht zum ersten Mal irgendwo festhalten, was ihnen passiert ist.
Formen von Machtmissbrauch erkennen.
Machtmissbrauch ist selten laut und eindeutig. Viel öfter ist er subtil, verschleiert und eingewoben in Abhängigkeiten. Auch gibt es nicht den
einen Machtmissbrauch. Daher dient die folgende Systematik als Orientierung und ist nicht erschöpfend. Die Übersicht ist entnommen aus der GEW Handreichung „Machtmissbrauch in Hochschule und Forschung erkennen, benennen und entgegenwirken".
Die Systematik dient als Orientierung und ist nicht erschöpfend. Betroffene Formen können auch darüber hinausgehen.
Landkarte der eingegangenen Meldungen.
Aggregierte Darstellung erfasster Meldungen nach Bundesland und Art der Einrichtung. Es werden keine Inhalte der Meldungen und keine Einzelhochschulen angezeigt — ausschließlich grobe Größenordnung und geografische Verteilung.
Meldungen von vor Einführung dieser Frage erscheinen nur unter 'Alle Meldungen'.
Meldungen gesamt
719
Bundesländer erreicht
16












Die Kreisgröße zeigt eine grobe Größenordnung, keine exakte Zahl.
Nach Bundesland
- Bayernmehr als 100 Meldungen
- Nordrhein-Westfalenmehr als 100 Meldungen
- Berlin25 bis 100 Meldungen
- Baden-Württemberg25 bis 100 Meldungen
- Hessen25 bis 100 Meldungen
- Niedersachsen25 bis 100 Meldungen
- Rheinland-Pfalz25 bis 100 Meldungen
- Sachsen25 bis 100 Meldungen
- Brandenburgweniger als 25 Meldungen
- Bremenweniger als 25 Meldungen
- Hamburgweniger als 25 Meldungen
- Mecklenburg-Vorpommernweniger als 25 Meldungen
- Schleswig-Holsteinweniger als 25 Meldungen
- Saarlandweniger als 25 Meldungen
- Sachsen-Anhaltweniger als 25 Meldungen
- Thüringenweniger als 25 Meldungen
Nach Kategorie
- Zwischenmenschliches Fehlverhalten im Arbeitskontext632
- Psychische & soziale Beeinträchtigung391
- Kontrolle & Arbeitslast311
- Berufliche Entwicklung erschwert256
- Ausnutzung Betreuungsverhältnis247
- Benachteiligung & Ausbeutung246
- Sexualisierte Belästigung & Diskriminierung170
- Intime Beziehung63
- Wissenschaftliches Fehlverhalten308
- Intransparente Ressourcenverteilung175
- Aneignung geistigen Eigentums153
- Autorenschaftsmanipulation136
- Anträge/Gutachten verschleppt76
- Datenfälschung46
- Machtmissbrauch im Studium222
- Benachteiligung von Studierenden222
- Sonstiges132
- Sonstiges132
Mehrfachauswahl möglich — die Summen übersteigen daher die Zahl der Meldungen.
Nach Trägerschaft
- Staatlichmehr als 100 Meldungen
- Privatweniger als 25 Meldungen
- Keine Angabemehr als 100 Meldungen
Nach Art der Einrichtung
- Universitätmehr als 100 Meldungen
- Außeruniversitäre Forschungseinrichtung25 bis 100 Meldungen
- Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW/FH)25 bis 100 Meldungen
- Künstlerische oder Musikhochschule25 bis 100 Meldungen
- Keine Angabeweniger als 25 Meldungen
- Sonstigeweniger als 25 Meldungen
Nach Perspektive
- Selbst erlebt466
- Beobachtet138
- Keine Angabe (Meldungen vor Einführung dieser Frage)115
Wer hier bewusst Falsches meldet, um die Zahlen zu diskreditieren, zeigt vor allem, wie unbequem das Thema ist. Falschmeldungen schaden nicht mir — sie schaden den Menschen, die hier vielleicht zum ersten Mal irgendwo festhalten, was ihnen passiert ist.
Wie diese Zahlen zu lesen sind
- •Es handelt sich um freiwillige Selbstmeldungen, nicht um eine repräsentative Erhebung.
- •Die Zahlen erlauben keine Aussage über die tatsächliche Häufigkeit von Machtmissbrauch in einem Bundesland.
- •Höhere Meldezahlen können auf mehr Vorfälle hindeuten — genauso gut aber auf mehr Hochschulen und Beschäftigte, auf größere Bekanntheit dieser Seite oder auf mehr Vertrauen. Niedrige Zahlen sind kein Gütesiegel.
- •Ein Vergleich der Bundesländer untereinander ist mit diesen Daten nicht zulässig.
- •Die Karte zeigt keine einzelnen Hochschulen und keine Städte. Sie dient ausschließlich der Sichtbarmachung des Unterstützungsbedarfs.
- •Beobachtete Fälle sind ausdrücklich erwünscht. Weil mehrere Personen denselben Vorfall beobachten oder erleben können, zählt diese Übersicht in allen Ansichten Meldungen, nicht Vorfälle.
Zur Belastbarkeit der Daten
Die Meldungen werden nicht überprüft. Es handelt sich um anonyme Selbstauskünfte, nicht um festgestellte Sachverhalte. Fehleingaben, Mehrfacheingaben und missbräuchliche Eingaben sind technisch nicht vollständig auszuschließen — das gilt für alle Kategorien gleichermaßen.
Aus einer Meldung folgt kein Vorwurf gegen eine bestimmte Person oder Einrichtung: Es werden keine Namen erhoben, keine Hochschule wird geprüft, kein Verfahren eingeleitet.
Gleichzeitig gilt: Die weitaus größere Verzerrung liegt in der Gegenrichtung. Der ganz überwiegende Teil von Machtmissbrauch im Wissenschaftssystem wird nie gemeldet — weder hier noch anderswo. Diese Übersicht bildet daher eher zu wenig ab als zu viel.